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Al Shira'aa Bundeschampionate 2026: Deutliche Anpassungen für Drei- und Vierjährige/Erste Entscheidungen nach FN-Jungpferdegipfel
Bei den Al Shira’aa Bundeschampionaten 2026 gibt es neue Rahmenbedingungen bei den Reitpferde- und Reitponyprüfungen. Ziel der Anpassungen ist es, junge Pferde noch altersgerechter und schonender auf ihre sportliche Laufbahn vorzubereiten.
Die Änderungen bei den Dreijährigen
Für die dreijährigen Reitpferde und Reitponys werden sich die Anforderungen bei den Bundeschampionaten ändern: Sie absolvieren künftig nur noch eine Prüfung – statt wie bisher zwei. Die Prüfung wird in Dreiergruppen geritten. Die bisherige Gebäudebeurteilung an der Hand entfällt, die Pferde werden nicht mehr abgesattelt vorgestellt. Vielmehr soll es eine Note für den Gesamteindruck inklusive Körperqualität geben. Die Merkmale Trab, Galopp und Schritt bleiben erhalten und auch das Merkmal Rittigkeit, allerdings mit besonderem Fokus auf die altersgemäße Erfüllung der Kriterien der Skala der Ausbildung. Insgesamt werden von den Richtern also fünf Noten vergeben, künftig in Zehntelnoten statt wie bisher in 0,5-Schritten.
Die Prüfungsaufgabe aus dem Jahr 2025 für die Dreijährigen bleibt bestehen, da sich die verkürzte Aufgabe ohne das Tritte verlängern im Trab bewährt hat. Die Pferde sollen ausreichend Zeit zur Eingewöhnung auf dem Gelände haben, daher ist das Einstallen am Tag vor der Prüfung verpflichtend. Dies sichert auch die Chancengleichheit aller Pferde und Ponys. Zudem wird es für die Jüngsten am Vortag der Prüfung ein Training auf dem Prüfungsplatz geben.
Die Prüfungsanpassungen bei den Vierjährigen
Auch bei den vierjährigen Reitpferden und Reitponys gibt es grundlegende Änderungen: Die Qualifikation für das Finale erfolgt weiterhin in einer Reitpferdeprüfung, geritten wird die bisherige Aufgabe für Vierjährige. Die Bewertung erfolgt analog zu den Dreijährigen, somit entfällt auch die Gebäudebeurteilung an der Hand. Im Finale wird erstmals eine Dressurpferdeprüfung der Klasse A geritten. „Unser Ziel ist es, die Anforderungen an ein Reitpferd verstärkt in den Fokus zu stellen. Es geht um die Losgelassenheit, den Takt, die Anlehnung und die Durchlässigkeit des jungen
Pferdes, aber auch um die Bewegungsqualität. All dies können die Richter in einer einzeln gerittenen Dressurpferdeprüfung sehr gut beurteilen. Der Fremdreitertest entfällt ganz, auch um die Verweildauer der jungen Pferde und Ponys auf dem Prüfungsplatz zu reduzieren“, erklärt Dr. Klaus Miesner, Geschäftsführer Zucht der FN, die Beweggründe für die neue Prüfungsabfolge.
Änderungen auf dem Gelände
Um den jungen Pferden Sichtkontakt zu Artgenossen zu ermöglichen, wird die bisher zwischen Vorbereitungs- und Prüfungsplatz positionierte Stehtribüne entfernt. „Wir möchten den Prüfungsablauf so optimal wie möglich für die jungen Pferde und Ponys gestalten und werden daher sehr genau evaluieren, ob unsere beschlossenen Maßnahmen die Effekte haben, die wir uns wünschen“, erläutert Dr. Klaus Miesner. Wo weiterer Anpassungsbedarf gesehen wird, sollen konsequent weitere Schritte folgen. Der Anspruch bleibt, die Al Shira’aa Bundeschampionate kontinuierlich so weiterzuentwickeln, dass sie junge Pferde bestmöglich und verantwortungsvoll auf ihre sportliche Zukunft vorbereiten.
Die Bundeschampionate gelten seit Jahren als fachlich fundiertes und bewährtes Schaufenster für Zucht und Ausbildung. Die jetzt beschlossenen Anpassungen sind von Vertreterinnen und Vertreter aus Zucht, Ausbildung, Sport, Veterinärwesen und Richterschaft entschieden worden.
Weitere Themen auf der Agenda
Die Neuerungen zu den Bundeschampionaten 2026 sind ein Schritt, um die Vorstellung von jungen Pferden auf Turnieren noch pferdegerechter gestalten zu können. Weitere Treffen des Arbeitskreises sind bereits geplant, dort wird es um die Rahmenbedingungen bei den Bundeschampionaten gehen, zudem sollen aber auch weitere Prüfungsformate für Jungpferde sowie generell die Ausbildung junger Pferde vom Anreiten bis zum ersten Einsatz im Turniersport diskutiert werden. Ziel ist es, das Pferdewohl noch stärker in den Mittelpunkt zu stellen.
„Denn Pferdewohl ist kein statischer Zustand, sondern ein kontinuierlicher Anspruch. Die FN versteht sich als Plattform für einen offenen, fachlichen Dialog – mit dem Ziel, den Pferdesport weiterzuentwickeln, qualitativ zu verbessern und langfristig gesellschaftlich akzeptiert zu gestalten“, betont Miesner. fn-press
Zum Start in die Zuchtsasion 2026
Zwei Appelle an unsere Züchter
Wie schon in den vergangenen Jahren möchten wir an die Vernunft unserer Züchter appellieren: Bitte keine Creme-Allel-tragenden Elterntiere miteinander anpaaren! Creme-Allel tragende Ponys sind Fuchs-, Braun-, Rapp-Isabellen sowie Fuchsweiß-, Braunweiß- und Rappweißisabellen (diese Farben in Kombination mit Falben gehören auch dazu). Diese Farben sind auch unter Palomino, Buckskin, Smoky Black, Cremello, Perlino, Smoky Cream bzw. auch Dunalino, Dunskin, Smoky Black Dun bekannt.
Beim Vorhandensein einer doppelten Creme-Aufhellung entstehen die Weißisabellen (s.o.) mit dem extrem aufgehellten Phänotyp. Die rosafarbene Haut und die hellen Augen führen vielfach zu einer erhöhten UV-Licht-/Sonnenlichtempfindlichkeit. Dadurch können verstärkt Sonnenbrand bzw. Hautekzeme und Orientierungsschwierigkeiten (Verschließen der Augen zum Schutz gegen Blenden) auftreten. Die Ponys haben ihr Leben lang damit zu tun, und die Züchter tragen letztendlich die Verantwortung.
Ein ähnlicher Appell geht an die Züchter mit silberfarbenen Elterntieren.
Im Zusammenhang mit der Silberaufhellung wurde eine Häufung von Augenveränderungen festgestellt. Die Suche nach der genetischen Ursache für das als Multiple Angeborene Okulare Anomalie (MCOA) bezeichnete Syndrom, führte zur Auffindung eines Chromosomenabschnittes, in dem sich auch die Mutation für die Silberaufhellung und schließlich zur Bestätigung eines direkten genetischen Zusammenhanges (echte Pleiotropie) zwischen Silberfarbe und MCOA-Syndrom.
Es geht nicht um die Verbannung der Silberfarbe (Windfarbe), sondern um die Vermeidung des MCOA-Syndroms, das zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen der betroffenen Pferde führt. Dies erscheint grundsätzlich möglich, da die Silberfarbe einem dominanten Erbgang folgt (es reicht also ein Silberallel Z, um die Silberfarbe klar auszuprägen), während das MCOA-Syndrom nach bisheriger Erkenntnis durch einen partiell dominanten Erbgang nur beim Vorliegen von zwei Silberallelen Z/Z auftritt.
Bei der Verpaarung von Pferden mit Ziel auf die Silberfarbe sollte ein Elterntier kein Silberallel tragen.
Das gleiche gilt für die Creme-Allel tragenden Elterntiere – ein Elternteil sollte kein Isabell sein!
Wir bitten inständig um Beachtung dieser Appelle zum Wohle unserer Ponys!
Weser-Ems-Nachkörung 2026
Am Samstag, 14.02.2026, fand im Oldenburger PFerde Zentrum in Vechta die Weser-Ems-Nachkörung statt.
In der Tabelle finden Sie die Ergebnisse.
Fotos der Hengste erhalten Sie bei Mandy Hollmann (www.mandy-hollmann-photographie.de, bzw. mandyhollmann@yahoo.com).
FOTO: Graf Goliath R (M. Oellrich-Overesch)
Weser-Ems-Hengstanerkennung 2026
Die Hengstanerkennung fand am 14.02.2026 im Oldenburger Pferde Zentrum in Vechta statt.
Zur Hengstanerkennung für das Weser-Ems-Zuchtprogramm werden Hengste vorgestellt, die in anderen Verbänden gekört worden sind. Bei entsprechender Einschätzung der Körkommission werden die Hengste zusätzlich zu ihrer Anereknnung, in die Prämienklasse II eingestuft (wie alle Hengste, die inWeser-Ems gekört werden).
In der Tabelle finden Sie die Ergebnisse.
Fotos der Hengste erhalten Sie bei Mandy Hollmann (www.mandy-hollmann-photographie.de, bzw. mandyhollmann@yahoo.com).
Weser-Ems-Hengstprämierung 2026
Am Samstag, 14.02.2026, fand im Oldenburger Pferde Zentrum Vechta die Weser-Ems-Hengstprämierung statt. Zu dieser werden Hengste seitens der Körkommission eingeladen, die mit ihrer Nachzucht, ihrer Eigenleistung und ihrem aktuellen Erscheinugnsbild überzeugen können. Dazu gehören die folgenden Hengste, die zuvor (auf ihrer Körung bzw. Anerkennung) in der Prämienklasse II eingestuft waren. Alle konnten heute die Prämienklasse I erreichen.
Fotos der Hengste erhalten Sie bei Mandy Hollmann (www.mandy-hollmann-photographie.de, bzw. mandyhollmann@yahoo.com).
Hengstschau 2026
Große Verlosung - im Anschluss der Hengstschau
Viele tolle Preise zu gewinnen - u.a. Deckgeldgutscheine und Sachpreise gestiftet von den teilnehmenden Hengsthaltern.
Der Erlös kommt dem Förderverein des Pferdestammbuch Weser-Ems e.V. zugute.
Vielen DANK !!
Ponyforum GmbH: Reitponys starten mit Spitzenergebnis ins neue Jahr!
Nach zwei Wochen endete gestern Abend die erste Reitponyauktion des Jahres bei der Ponyforum GmbH - und dies mit einem starken Spitzenpreis von 37.000,00€ und einem großartigen Gesamtergebnis! Die 15 verkauften Reitpony erzielten einen Durchschnittspreis von 17.000,00€, zwei Ponys erzielten über 35.000,00€ und die Verkaufsquote lag bei fast 85%. Ausländische Kunden aus Österreich, Holland, England und Dänemark beteiligten sich am Auktionsverlauf.
Körung in Neumünster
Körung in Schleswig-Holstein/Hamburg
Am Wochenende (6./7.02.) fand in Neumünster die Körung des Pferdestammbuchs Schleswig-Holstein/Hamburg statt.
Auch Weser-Ems-Hengste stellten sich der Konkurrenz.
Gekört wurde der schwarzbraune Island-Hengst Floi vom Kayhausermoor (v. Fenrir frá Feti - Spuni frá Vesturkoti, Z.u.Bes. Dr. Elke Buckisch-Urbanke, Bad Zwischenahn).
Weser-Ems-Hengsttag 2026
Am Samstag, den 14. Februar 2026 findet der diesjährige Weser-Ems-Hengsttag im Oldenburger Pferdezentrum Vechta statt.
Zeitplan:
10.00 Uhr Nachkörung
12.00 Uhr Anerkennung
14.00 Uhr Prämierung
anschl. Hengstschau der Hengsthalter
FN-Bundesstutenschau der Haflinger/Edelbluthaflinger
Für die FN-Bundesstutenschau der Haflinger/Edelbluthaflinger gibt es einen neuen Termin: 09. - 11. Oktober 2026 in Moritzburg.
Ausschreibungen etc. folgen zu gegebener Zeit.
FOTO: Bundesreservesiegerstute der Edelbluthaflinger 2017: BPr./St.Pr.St. Filomena vor dem Moore WE (M. Oellrich-Overesch)














