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Geschichte

Geschichte des Pferdestammbuchs Weser-Ems


Gründungsjahr 1949
Gegründet wurde das Pferdestammbuch Weser-Ems am 27. Januar 1949 in Lingen als „Verband der Kleinpferde- und Ponyzüchter“. Damit begann in Weser-Ems die planmäßige Zucht von Ponys und Kleinpferden.
Die schwierige wirtschaftliche Situation nach dem zweiten Weltkrieg machte es erforderlich, für die vielen kleinen landwirtschaftlichen Betriebe robuste, genügsame und ausdauernde Kleinpferde zu züchten. Zunächst wurden die Kleinpferde und Ponys in der Landwirtschaft eingesetzt, nach und nach verlagerte sich die Verwendung in die Freizeit, in den Sport und die Hippotherapie.

Bereits 1948 fand die erste Körung von Hengsten statt. Für die Decksaison 1949 standen den Züchtern 15 gekörte Hengste zur Verfügung. 166 Stuten waren zu diesem Zeitpunkt im Zuchtbuch registriert.
Die Eintragungsgebühr für Hengste betrug 10 DM, der Jahresbeitrag ebenfalls 10 DM. Für die Eintragung von Stuten mussten 5 DM und für den Jahresbeitrag 3 DM bezahlt werden. Für das Brennen der Fohlen wurde 1 DM verlangt. Als Brandzeichen wurde das Eichenblatt mit Eichel verwandt.

1950 – 1954
In dieser Zeit konnten sich vor allem die Fjord-Pferde als genügsame, arbeitswillige Helfer in der Landwirtschaft etablieren. Mitte 1951 wurde der erste Original-Fjord-Hengst (Dyring 31) aufgestellt.
Schon in dieser Zeit wurden Nachzuchtbewertungen durchgeführt.
Ebenfalls auffallend: die Anzahl der Vorbuchstuten nahm zu Gunsten der Hauptstutbuchstuten ab.
Ebenfalls eine steigende Tendenz ließ sich bei den Bedeckungen verzeichnen: sie stiegen von 212 Stuten (1953) auf 428 im Jahr 1955.

1955 – 1959
Allgemein nahm der Pferdebestand in Deutschland rapide ab, Traktoren ersetzten die tierische Arbeitskraft.
Der Sommer 1959 war extrem trocken und brachte die Züchter in Schwierigkeiten bei der Futterbeschaffung. Die kontinuierliche Steigerung der Bedeckungszahlen erlitt 1959 einen kurzen Einbruch, aus Angst vor dem Futtermangel.
Das Brennen der Fohlen erfolgte durch die Hengsthalter bzw. Vertauensmänner. Die Brennbeauftragten stellten die Fohlenmeldekarten aus und schickten sie nach dem Brennen an die Geschäftsstelle.
Die Anzahl der Bedeckungen stieg weiterhin von 428 im Jahre 1955 auf 490 im Jahr 1960.

1960 – 1969
Der in Weser-Ems gezogene Fjord-Hengst Draublakken wurde auf der DLG-Ausstellung in Köln 1960 Siegerhengst.
Außerhalb des Zuchtgebietes durften nur unter Beteiligung des Verbandes Hengste gekauft werden.
Noch wurden hauptsächlich Fjords gezüchtet und nach wie vor importiert.
Insgesamt schrumpfte der Pferdebestand, in erster Linie bei den Kaltblut- und Großpferden, aber auch die Kleinpferde spürten diese Entwicklung erheblich.
Bund und Land stellten erhebliche Mittel zur Verfügung, um die Pferdezucht zu unterstützten. So erhielt der Verband 1962 25.741 DM als Unterstützung, 1964 sogar 29.000 DM. Vergeben wurde dieses Geld für Hengstankaufs- und Hengsthalterbeihilfen, Aufzuchtprämien für Fohlen, für Staatsprämienstuten und Transportkostenbeihilfen.

Draublakken wurde auch 1964 auf der DLG-Ausstellung in Hannover Siegerhengst, die Fjord-Stute Selma konnte ebenfalls mit der Siegerschärpe dekoriert werden.

Mitte der 60er Jahre verdrängte dann doch verstärkt die Motoren- die Pferdekraft. Mit steigendem Wohlstand der Bevölkerung verschoben sich die Motive der Pferdezucht und –haltung in Richtung Liebhaberei und Sport mit dem Pferd.

Bereits Anfang der 60er Jahre begannen die ersten Züchter mit der Shetland- und Welshzucht, die Nachfrage konnte allein aus dem hiesigen Zuchtgebiet nicht befriedigt werden, so dass Importe aus England und den Niederlanden durchgeführt wurden.

1964 wurden die ersten Reitpony ins Zuchtbuch aufgenommen, mit einer durchschnittlichen Widerristgröße von 125 cm.

1965 waren erstmals mehr Pony- als Kleinpferdehengste stationiert (26 : 21), bei den Stuten verhielt sich das Verhältnis noch zugunsten der Kleinpferde (361 : 521).

Der Bedarf an rittigen Ponys wuchs. Die Reitvereine richteten Pony- und Kinderabteilungen ein, erstmals war in Deutschland Zeit und Geld vorhanden, um dieses Hobby zu pflegen.

1963 wurde der erste „Reitpony“-Hengst eingetragen (Vater Shetland, Mutter ohne Abstammung im Vollbluttyp), 1965 der erste Welsh- und der erste Araber-Hengst, 1966 der erste größere Reitponyhengst. Die Rassenvielfalt nahm rasch zu: zwei Island-Hengste wurden eingetragen, 1967 folgte der erste New Forest-Hengst, 1968 die ersten Weslh B-Vererber.

1966 fand die Körung erstmals auf dem Marktplatz in Cloppenburg statt, zu der allein 31 Sheltand-Hengste angemeldet waren.

1968 wurden bereits neun verschiede Zuchtbücher geführt, erstmals überstieg die Zahl der Bedeckungen die 1.000er Grenze.

1969 waren über 600 Mitglieder im Verband verzeichnet.

1970 – 1980
Zum 1. Januar 1970 wurde die Geschäftsstelle vom Tierzuchtamt Emsland in Meppen nach Oldenburg verlegt. Gleichzeitig wechselte beendete August Küter-Luks seine Tätigkeit, und der Zuchtleiter und Geschäftsführer des Oldenburger Verbandes übernahm diese Tätigkeit auch beim Pferdestammbuch Weser-Ems.

1974 folgte ein Wechsel in der Verbandsführung. Fritz Heege kandidierte aus Altersgründen nicht mehr für das Amt des Vorsitzenden, das er 25 Jahre lang inne hatte. Sein Nachfolger wurde Friedrich Reinking aus Düneburg.

Seit 1971 erfolgten die Stutbuchaufnahmen durch Mitarbeiter des Pferdestammbuchs, die zuvor von den Tierzuchtämtern der Landwirtschaftskammer durchgeführt wurden. Am 1. Januar 1973 wurde Hartmut Meinen als erster hauptamtlich arbeitender Zuchtwart eingestellt.

1971 wurde der Name von „Verband der Kleinpferde- und Ponyzüchter Weser-Ems“ in „Verband der Ponyzüchter e.V.“ geändert.

1974 wurden die ersten Bezirks-Mitgliederversammlungen durchgeführt. Zum ersten Mal wurden auch Ehrennadeln für langjährige Mitgliedschaften vergeben.

1970 wurde das Register für Reitponys eingerichtet – damit der Anfang der Reitponyzucht in Weser-Ems. Auch ein erster Zuchtprogramm wurde von Dr. D. Schön vorgestellt.

Für alle Ponyrassen wurden seit 1971 die Fohlenschauen als erste Selektionsstute eingeführt. Daran schließen sich für die Stuten die Bezirks- und Kreisstutenschauen an als gleichzeitige Qualifikation für die Zentralstutenschau. Die erste Zentralstutenschau fand 1971 in Cloppenburg statt. 1974 wurden die Titel „Nachzuchtprämie“ und Elite-Stute“ eingeführt.

Für die Hengste war eine ähnliche Selektion aufgebaut: 1972 fand die erste zentrale Körung für alle Rassen statt. Daran schließt sich die Leistungsprüfung an. 1972 noch freiwillig zu absolvieren, wurde ab 1974 die Leistungsprüfung vorgeschreiben. Sie fand in Klein Roscharden (Zuchthof Klatte) statt.

1972 wurde der erste Anglo-Araber für die Reitponyzuchtzucht bei Jandieter Heidkross, Gießelhorst stationert: Caid AA.

1973 folgte als weiterer Veredler der englische Vollblüter Ultimo xx (stationiert bei H. Klatte, Klein Roscharden).

Die Anzahl der Fjords nahm weiterhin ab, Welsh, Shetland und das Deutsche Reitpony boomten.
Bis 1977 konnte auch die Mitgliederzahl gesteigert werden, danach trat eine „Ruhephase“ ein. Ca. die Hälfte der Mitglieder züchtete Sportponys.

Erste Erfolge in der Reitponyzucht ließen nicht länger auf sich warten: Auf dem Bundeschampionat 1979 in Münster gewannen die dreijährigen Weser-Ems-Ponys alle drei Medaillen (Doolittle v. Little Don, Z. Insa Winkler, Hude; Sybill v. Caid AA, Z. Fritz Lehmann, Nordenham; Croupier v. Caid, Z. Jandieter Heidkross, Gießelhorst).

1980 – 1990
Bis Mitte der 80er Jahre waren 16 Rassen bzw. Zuchtrichtungen erfasst. Starken Auftrieb erfuhren die Haflinger. Als neue Rassen kamen Percherons, Schweres Warmblut, Freisen Quarter- und Painthorses, Hackneys, Andalusier, Connemara, Dartmoor u.a. hinzu.
1980 wurden die ersten Welsh Cob-Hengste stationiert: Balthasar (bei Jandieter Heidkross) und Rhysted Frenin (bei Herold Coldewey, Sage-Hast).
Ab 1981 wurden Mini-Shetlandponys gezüchtet, für die Haflinger ein Fremdblutanteil von 12,5 % festgelegt.

1980 konnte Croupier (v. Caid AA) den Siegertitel auf der DLG-Ausstellung in Hannover gewinnen, die Caid-Tochter Simona (Z. Heiko Meinen, Apen) gewann den 1b-Titel. Bei den Welsh-Ponys gewann die Stute Super Girl (v. Emperor, Z. Anton Böckmann, Hamstrup), Reservesiegerin wurde Mona (v. Askan, Z. B. Abeln, Cappeln). Bei den Shetland-Stuten erzielte Jutta (v. Iltis, Z. Reinhard Mengers, Würbke) den 1b-Preis.

1982 standen erstmals zwei Reitpony in der Auktions-Kollektion zur Oldenburger-Frühjahrsauktion.

1983 wurde die erste Hengstleistungsprüfung in Münster-Handorf durchgeführt auf Initiative des Pferdestammbuchs Weser-Ems und des westfälischen Verbandes. 18 Hengste nahmen daran teil, als Sieger ging der in GB gezogene und bei Herold Coldewey, Sage-Haast stationierte Welsh Cob-Hengst Ll. Most Triton hervor.

Der Name des Verbandes wurde abermals geändert, zunächst in „Verband der Ponyzüchter/Pferdestammbuch Weser-Ems e.V.“, ab 1984 in „Pferdestammbuch Weser-Ems e.V.“.

Ende der 80er Jahre rückten neben den im Sport erfolgreichen Reitponys, die als Werbeträger für Weser-Ems Ponys beste Dienste leisteten, Freitzeitponys und –pferde in den Blickpunkt.
1988 wurde erstmals ein Sternritt durchgeführt, der auf großes Interesse stieß. 300 Pferdefreunde in sechs Gruppen starteten aus den Weser-Ems-Bezirken, um sich in der Dwergter Reithalle zu treffen.

Nach wie vor konnten leicht steigende Tendenzen bei der Mitglieder- und Zuchtponyanzahl registriert werden. Ab Mitte der 80er Jahre ging die Anzahl der Welsh- und Reitponys leicht zurück, während die der Hafliner anstieg.. 1984 lagen die Haflinger bei einem Anteil von 10 %, 1988 erreichten sie 15,7 %.

1985 konnten Weser-Ems-Züchter der Rassen Mini-Shetland, Shetland und Welsh A Ia-Preise bei der 2. Bundesponyschau erzielen.
Bellmondo (v. Balthasar-Caid AA, Z. Heiko Meinen, Apen) gewann das Bundeschampionat der vierjährigen Reitponys.

Beim Bundeschampionat 1987 in Vechta erreichten Disco (v. Doolittle) und Bolero (v. Brillant) die Plätze vier und fünf.

1987 fand die 2. Bundesstutenschau der Deutschen Reitponys in Cloppenburg statt. Hier konnte Hermann Schmidt aus Sage seinen größten Züchtererfolg feiern: Dione (v. Caid AA) und Diplotina (v. Diamant II) gewannen ihre Klassen, Diplotina wurde Gesamtsiegerstute der Schau, zudem wurde die Familie der Dione als Sieger-Familie herausgestellt.

1987 wurde die „Züchterpost“ ins Leben gerufen. Neben der Geschäftsstelle wurden auch Beiträge von Züchtern veröffentlicht.
Im gleichen Jahr wurde auch das Brandzeichen geändert. Bisher identische mit dem hannoverschen Ponybrand, erhielt das Weser-Ems-Brandeisen das zusätzliche Giebeldach zum stilisierten Eichenblatt.

1989 wurde Bolero (v. Bowler Hat, Z. R. Wichmann, Wüsting) Bundeschampion der dreijährigen Reitponys.

1989 wurde auch das 40jährige Bestehen des Pferdestammbuchs Weser-Ems in Helle gefeiert. Bei diesem Anlass erhielt Gerhard Brumund die goldene Plakette der FN für besondere Verdienste in der Pferdezucht. Über Jahrzehnte hatte er sich für die Fjordpferdezucht eingesetzt.

1990 – 1999
Zu Beginn der 90er Jahre wurde die Führungsspitze des Verbandes gewechselt. Jochen Happ wurde neuer Zuchtleiter und Geschäftsführer, drei Jahre später übernahm Winfried Krüger diese Ämter. Auch die Körkommission wurde neu besetzt: Berufen wurden Friedrich Timmermann, Burhave, Egon Wichmann, Edewecht, Winfried Krüger, Jochen Happ sowie ein Tierarzt, Vertreter wurden Friedrich Reinking und Gerhard Blanke.

1989 fiel im Zuge der Neugestaltung des Tierzuchtgesetzes die staatliche Körung weg, an ihre Stelle trag die Verbandskörung mit identischem Ablauf, die 1990 zum ersten Mal durchgeführt wurde.

1991 hielt die EDV Einzug in der Geschäfststelle. Auch die Stutbuchführung läuft seit dieser Zeit über den Großrechner im Rechenzentrum des VIT in Verden. 1993 wurden zum ersten Mal Deckscheine und Abfohlmeldungen per EDV erstellt und an die Züchter versandt.

Die „Züchterpost“ wurde Ende 1992 eingestellt. An ihre Stelle trat das „Oldenburger Sportpferd“, das um „Ponys aus Weser-Ems“ ergänzt wurde.

Die stationäre Leistungsprüfung, die 1983 erstmals durchgeführt wurde, fand 1993 letzmalig freiwillig statt. Für alle ab 1992 gekörten Hengste ist es für alle Ponyhengste Pflicht (Außer Mini-Shetland), die Prüfung zu absolvieren, wenn auch mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Dauer.

1991 gewann die Original-Shetland Stute Stelstar (Paul Jans, Schnelten) die Bundesstutenschau der Shetlandponys in Aachen.

Den Titel des Vize-Bundeschampions gewann Chirac (v. Constantin, Z. Fritz Lehmann, Nordenham) 1991 bei den dreijährigen Reitponys.

1993 wurde Golden Felina (v. Black Boy, Z. Manfred Coldewey, Nordenham) unangefochten Bundeschampionessse der vierjährigen Reitponys mit Wiebke Timmermann im Sattel.
Conrad (damals noch mit C, v. Constantin, Z. Hilde Wassmann, Badbergen) wurde mit Eva Maria Tüpker Vizechampion bei den dreijährigen. Von sieben Finalteilnehmern trugen drei den Weser-Ems-Brand.

1994 wurde Conrad Bundeschampion der Vierjährigen, Chirac wurde Vizechampion beim Bundeschampionat des Deutschen Dressurponys.

Ende 1993 wurde Caid AA an der Spitze der Weser-Ems- Reitpony-Vererber, die er seit 1980 innehatte, von Brillant abgelöst. 1994 gab es bei den TOP 50 einen erneuten Wechsel, Durello übernahm die Führung in der bundesweiten Reitpony-Zucht, Brillant wurde auf Platz drei geführt.

1992 wurden 2401 Bedeckungen in der Geschäfsstelle gemeldet, 1993 1536 geborene Fohlen.
1994 standen im Besitz der 2188 Mitglieder 3270 Zuchttiere. Mit 34,4 % waren die Reitponys am stärksten vertreten, gefolgt von den Haflingern mit 21,1 % und den Shetland-Ponys mit 15,6 %. An vierter Stelle lagen die Welsh-Ponys.

Als neue Rassen erhielten Zugang: Pinto, Tennessee Walker, Tuigpaard, Merens, Percheron und Knabstrupper.

Neue Absatzmärkte für Weser-Ems-Ponys ergaben sich durch die Grenzöffnung der DDR. Vorstand und Züchter kümmerten sich um Kontakte, erste Hengste zogen auf Stationen gen Osten. 1995 wurde die Shetland-Stute Zita (v. Goldfinger, Z. Lottelore Marsch) Bundessiegerstute, Bundesreservesiegerin der drei- bis sechsjährigen wurde Fiola (.v Ibo, Z. Henning Müller, Westerstede).

1997 errang Conrad sowohl in der Einzel- als auch in der Mannschaftswertung der Dressur-Europameisterschaften die Goldmedaille.

Die Mini-Shetlandponys gewannen bei der vierten Bundeshengstschau in Nürnberg 1997 die fünf ersten Plätze. Nando (Z. Kurt Ebke, Spenge) wurde Siegerhengst.

1998: Cash and Go gewann die Goldmedaille in der Einzel- und Mannschaftswertung der Dressur-Europameisterschaften mit Eva-Maria Sprehe?.
Das Bundeschampionat war ebenfalls medaillenträchtig:
Bundeschampion der dreijährigen Stuten und Wallache wurde Coloured Girl, bei den sechsjährigen Dressurponys Choose Me, Solaris K (v. Losander, Z. Hermann Koopmeiners, Cappeln) mit Mario Stevens wurde Bundeschampionesse der sechsjährigen Springponys und Tiberius (v. Ll. Most Triton) wurde Champion in der Vielseitigkeit.

Auf der Bundesstutenschau 1998 in Cloppenburg stellte Familie Foltin-Münke die Bundessiegerstute der jüngeren Stuten, die Bundesreservesiegerstute der älteren Stuten und die Bundesreserverfamilie. Die Bundesreservesiegerstute der jüngeren Stuten kam aus dem Stall von Hans-Hermann Tjarks.

Der Klassensieg der dreijährigen Connemara-Stuten ging an Heinz Kavermann, ebenso der Titel der Bundessiegerfamilie und Bundesreservesiegerfamilie. Bundessieger der Hengste wurde Frederiksminde Hazy Match aus dem Besitz von Susanne Lehmann.

Bei den Isländern konnte 1997 die Stute Irja vom Sonnenhof (Z. Fam. Kollmeyer, Melle) bei der WM in Norwegen einen dritten Platz erreichen, ebenfalls einen dritten Preis erhielt bei den drei- bis sechsjährigen Hengsten 1999 Alsvinur vom Osterberg (Z. Jürgen Franz, Holdorf)

Bei den Deutschen Meisterschaften 1999 gewann Cash and Go vor Conrad Gold.

1999 gewannen die beiden Constantin-Nachkommen Conrad und Cash and Go (Z. Günter Melzer, Cloppenburg) die Plätze eins und zwei bei den Dressur-Europameisterschaften in Schweden. Zudem gehörten sie zu der siegreichen deutschen Dressurmannschaft.

Beim Bundeschampionat konnte Weser-Ems 2 Gold- 2 Silber- und eine Bronzemedaille verzeichnen. Gold in der Vielseitigkeit ging wiederum an Tiberius.

Nicht nur Deutsche Reitponys mit Weser-Ems-Brand vertraten den Verband erfolgreich, auch die Haflinger stellten einen Bundessieger: Argument (v. Almbube) der Station Albert Roolfs, Osterwald siegte bei der Bundeshaflingerschau 1999 in Hamburg.

1997 wurde Gerhard Blanke zum ersten Vorsitzenden der AGP (Arbeitsgemeinschaft für Pony- und Kleinpferdezüchter) gewählt. Ebenfalls wurde er zum zweiten Vorsitzenden der Deutschen Reiterlichen Vereinigung – Abteilung Zucht berufen (bis 2005).

Seit 1998 erhalten alle Fohlen den Pferdepass.

1999 wurde zum ersten Mal das Weser-Ems-Fohlenchampionat durchgeführt, bei dem alle prämierten Fohlen mit mindestens vier Generationen Abstammung zugelassen sind.

Zur Eliteauktion nach Vechta waren vier Reitponys zugelassen , die zwischen 10.000 und 17.000 DM ihren Besitzer wechselten.

Auf der Jubiläums-Eliteschau 1999 in Cloppenburg wurden 260 Stuten präsentiert.
Das 50. Jahr des Bestehens des Pferdestammbuchs Weser-Ems wurde in Cloppenburg im Schützenhof gefeiert.

Statistische Daten zum 1.1.1999:
2022 Züchter, 3.056 Zuchttiere, 1.098 Fohlen wurden 1998 gebrannt und 385 Stuten neu eingetragen.

2000 – 2005
Zum ersten Vorsitzenden des Pferdestammbuchs wurde Gerhard Blanke gewählt, Friedrich Reinking kandidierte nicht mehr (1974 – 2001). Als stellvertretender Vorsitzender fungiert seit dieser Zeit Hans-Hermann Tjarks, dem geschäftsführenden Vorstand gehören zudem Egon Wichmann und Reinhard Kramer an.

Ein weiterer Umzug der Geschäftsstelle stand Ende März 2001 an: von Oldenburg wurde in das neue Gebäude des Verbandes der Züchter des Oldenburger Pferdes nach Vechta umgezogen.

Die Geschäfsstelle wurde personell besetzt durch Winfried Krüger und Franz-Josef Busemann, sie erhielten Anfang Mai Unterstützung durch Bettina Mucker und Christiane Brinkhus, ab 1. Juli durch Alexandra Jochens.

Das Mitteilungsblatt „Das Oldenburger Sportpferd“ ging ab Juli 2001 im Pferdeforum auf, das seitdem monatlich (nicht mehr alle 8 Wochen) erscheint.

Wilfried Krüger ging 2002 in Ruhestand, dafür folgte im Mai Mareile Oellrich-Overesch als Zuchtleiterin und Geschäftsführerin, Alexandra Jochens verließ zum August das Pferdestammbuch, an ihre Stelle trat im Oktober Marita Kröger.

In der Geschäftsstelle sind seither beschäftigt:
Franz-Josef Busemann, Tina Mucker, Marita Kröger, Christiane Brinkhus, Mareile Oellrich-Overesch.


Vorsitzende:
27. Januar 1949 - 1974: Franz Heege, Flechum
1974 - 2001: Friedrich Reinking, Düneburg
ab 2001: Gerhard Blanke, Bad Rothenfelde

Ehrenvorsitzende:
Franz Heege, Flechum
Friedrich Reinking, Düneburg

Vorstand:
1974
Vorsitzender: Friedrich Reinking, Düneburg
Stellvertretender Vorsitzender: Dr. Georg W. Gaede, Altfunnixsiel (seit 1968, vorher 2. Stellvertreter 1964 – 1968)
Mitglieder: Wilhelm Wieting, Campe
Helmut Volland, Ulfenburg
Als Geschäftsführer: Dr. Dieter Schön, Hude

1980
Vorsitzender: Friedrich Reinking, Düneburg
Stellvertretender Vorsitzender: Gerhard Blanke, Bad Rothenfelde
Mitglieder: Fritz Lehmann, Nordenham (bis 1983), ab 1983 Hans-Hermann Tjarks, Neuschoo
Klaus Strothmann, Lingen
Als Geschäftsführer: Dr. Dieter Schön, Hude, ab 1990 Jochen Happ, ab 1993 Wilfried Krüger.

Geschäftsführender Vorstand 1999
Vorsitzender: Friedrich Reinking, Düneburg
Stellvertretender Vorsitzender: Gerhard Blanke, Bad Rothenfelde
Mitglieder: Klaus Strothmann, Lingen und Hans-Hermann Tjarks Neuschoo
Wilfried Krüger, Bookholzberg

Geamtvorstand:
Mitglieder des geschäftsführenden Vorstandes und
Heike Timmermann, Wardenburg (seit 1993),
Heinz Kavermann, Hasbergen-Ohrbeck (1993 – 2004), seit 2005 Dr. Annette Hagedorn,
Peter Rocker, Aurich (seit 1997),
Jan-Hendrik Schipper, Getelo (seit 1993),
Wilhelm Spark, Nutteln (1993 – 2001), seit 2002 Manfred Weilage, Holdorf

Geschäftsführender Vorstand 2001:
Vorsitzender: Gerhard Blanke, Bad Rothenfelde
Stellvertretender Vorsitzender: Hans-Hermann Tjarks, Neuschoo
Egon Wichmann, Edewecht
Reinhard Kramer, Lathen-Wahn
Geschäftsführer: Winfried Krüger, Bookholzberg (bis 2002), ab Mai 2002 Mareile Oellrich-Overesch, Springe

Körkommission:
1974
Friedrich Reinking, Düneburg
Helmut Volland, Ulfenburg
Heinz Onken
Zuchtleiter: Dr. Dieter Schön, Hude

1980
Dr. Schertler
H. Volland
Dr. Gaede
Dr. Schön

1990
Friedrich Timmermann, Burhave
Egon Wichamnn, Edewecht
Jochen Happ
Wilfried Krüger
Ein Tierarzt
Vertreter: Friedrich Reinking, Gerhard Blanke

2002
Friedrich Timmermann, Burhave
Egon Wichmann, Edewecht
Reinhard Kramer, Lathen-Wahn
Winfried Krüger, Bookholzberg (bis 2002),
ab 2002 Mareile Oellrich-Overesch, Springe

Geschäftsführer:
27. Januar 1949: August Prieshof, Meppen (Tierzuchtamtsleiter)
1950 – 1970 Tierzuchtdirektor Landwirtschaftsrat Küter-Luks

Geschäftsführer und Zuchtleiter:
1970: Dr. Dieter Schön, Hude
1900 - 2002: Winfried Krüger
ab 2002: Mareile Oellrich-Overesch

Zuchtwarte:
Seit 1973: Hartmut Meinen
ab 1.6.1975 halbtags: Winfried Krüger
ab 1.5.1976 ganztags: Winfried Krüger